Testamentsgestaltung und Erbrechtspraxis

Viele, viele Testamente werden jedes Jahr eigenhändig ohne Konsultation eines Anwalts für Erbrecht aufgesetzt und dann umgesetzt. So verständlich der Wunsch der Erblasser nicht das Erbe durch Anwaltsgebühren zu schmälern, oftmals verkehrt sich dieser fromme Wunsch genau in das Gegenteil.

Das Erbrecht ist die am umfassendste geregelte Rechtsmaterien im Bürgerlichen Gesetzbuch und ihre Umsetzung treibt oft auch erfahrenen Fachanwälten für Erbrecht in München die Schweißperlen auf die Stirn. Auch vermeintlich einfache und klare Nachfolgeregelungen enthalten Auslegungsmöglichkeiten die vielleicht dem erfahrenen Juristen in den Sinn kommen, nicht jedoch dem juristischen Laien.

Welche Schwierigkeiten gibt es im Erbrecht

Die Schwierigkeit im Erbrecht besteht darin, wie die Webpräsenz http://www.vonbraunbehrens.de eindrucksvoll vermittelt, dass der Erblasser im Zeitpunkt der Streitigkeit nicht mehr zur Aufklärung des Erblasserwillens beitragen kann. Gleichzeitig stellt der Gesetzgeber den Erblasserwillen jedoch in den primären Fokus der Aufmerksamkeit.

Auf das Erbe besteht kein Anspruch, entscheidend ist alleine, wen der Erblasser als Erben vorgesehen hat. Nur ein Anwalt für Erbrecht kann solche Fehler schon im Keim ersticken und dazu beitragen, dass potenzielle Konfliktherde schon von Anfang an ausgetrocknet werden. Wenn man bedenkt, was für Unsummen bei jahrelangen Erbprozessen unproduktiv verschlungen werden, ist das Anwaltssalär, dass für die Testamentserrichtung eingeplant werden muss oft das geringere Übel.

Der Wille des Erblassers zählt nicht ungebremst

Äußert der Erblasser seinen Willen nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen privatautonomen Form – wie Testament und Erbvertrag – greift als Auffangnetz das Regelungsregime der gesetzlichen Erbfolge nach § 1922 ff. BGB. Hiernach werden primäre Verwandte und Ehegatten bedacht, wobei die näheren Verwandten die entfernteren verdrängen.

Oftmals ist das jedoch nicht die beste Lösung, da sie für eine Vielzahl der Fälle greifen muss und oft mit erbschaftssteuerlichen Nachteilen einhergeht.

Doch auch wenn der Erblasser sich entscheidet seine Erbfolge mit Hilfe eines Anwalts für Erbrecht oder auch Notar auszugestalten, kann er nicht ungezügelt jegliche Verwandte umgehen und diese ausschließen. In Deutschland hat man wie ausgeführt zwar kein Recht auf Erbschaft, grundrechtlich geschützt ist allerdings der sogenannte Pflichtteilsanspruch, welcher in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbschaftsanspruchs besteht. Damit dieser nicht ausgehöhlt wird zu Lebzeiten wird der Pflichtteilsberechtigte bei gewissen Schenkungen zusätzlich durch einen Pflichtteilsergänzungsanspruch geschützt.

Was muss der Erblasser noch beachten?

Während man das Testament in der Regel selbst errichten kann, durch eigenhändig geschrieben und unterschriebenes Schriftstück, was nach Möglichkeit auch Ort und Datum der Errichtung enthalten soll, bedürfen das gemeinschaftliche Ehegattentestament und der Erbvertrag eine bestimmte Form. Für das gemeinschaftliche Testament reicht es aus, wenn einer der Ehegatten das Testament errichtet und unterschreibt und der andere Ehegatte nur unterschreibt.

Der Erbvertrag kann jedoch nur wirksam geschlossen werden, wenn dieser notariell beurkundet ist. In München muss hierfür ein speziell ausgebildeter Notar herangezogen werden, während dies in anderen Bundesländern oft auch ein Rechtsanwalt für Erbrecht mit einer Zusatzausbildung beurkunden kann.

Wie kann das Testament verwahrt werden.

Das Testament kann entweder zu Hause verwahrt werden oder in die amtliche Verwahrung in München gegeben werden. Beachtet werden muss allerdings, dass die Rücknahme des Testaments aus der amtlichen Verwahrung oftmals mit der Unwirksamkeit des Testaments einhergeht. Das normale zu Hause verwahrte Testament kann nach dem deutschen Erbrecht durch Zerreißen, Zerstören oder durch anderen Unkenntlichmachung widerrufen werden.