Historie und Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung

Seit Januar haben sich wieder einmal für rund 70 Millionen Versicherte die Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland erhöht (von 14,9 auf 15,5%), und nicht nur Versicherte, auch zum Beispiel Apotheker klagen über die Belastungen, die durch diese Versicherung entstehen, wo doch über deren Leistungen stets kritische Untertöne vorherrschen. Dennoch ist das System, auf welchem sie beruht, viel zu robust und aus zu langer Tradition entstanden, als dass man es wirklich grundlegend durchreformieren oder gar abschaffen könnte.

Die historischen Grundlagen der GKV

Das Reichsgesetz vom 15.06.1883 und die dazugehörige Novelle vom 10.04.1892 zur deutschen Krankenversicherung stellte einen historischen Fortschritt allerersten Ranges dar, waren doch erstmalig Millionen Arbeiter im Krankheitsfall abgesichert, mit 60% ihres Einkommens sogar. Bayern hatte entsprechende Gesetze schon 1869 eingeführt, Deutschland war Ende des 19.Jahrhunderts weltweit der erste Staat, der auf diese Weise für die untersten Einkommensschichten den Krankenschutz regelte. Im Gegensatz zu heute, wo Medikamente einen Großteil der Einnahmen aus der GKV beanspruchen, war es damals vorrangig das Krankengeld, das den Versicherten und seine Familie im Krankheitsfall vor Verelendung bewahren sollte.

Die Regelungen zu Medikamenten und immer ausgefeilteren medizin-technischen Methoden kamen alle erst im 20. Jahrhundert hinzu, vorrangig in dessen 2. Hälfte.

Im Bewusstsein ist seither vor allem eines verankert: Krankheit muss nicht Absturz und Katastrophe bedeuten. Auf diesem Grundvertrauen basiert die GKV bis heute.

Aufgaben und Gliederung der Gesetzlichen Krankenversicherung

Die Aufgaben GKV sind in den Paragrafen 1 und 27 des Sozialgesetzbuches V geregelt. Darin heißt es: Sie hat die Gesundheit der Versicherten wiederherzustellen, zu erhalten und zu verbessern. Krankheitsbeschwerden sollen gelindert werden, wobei alle gesetzlich Versicherten grundsätzlich den gleichen Anspruch auf Leistung haben. Dies ist einer der Grundpfeiler dieser Versicherung.

Der Umfang der Leistung ist im Sozialgesetzbuch V geregelt und durch § 12 begrenzt. Die Leistungen müssen einerseits ausreichend, andererseits aber wirtschaftlich sein und dürfen ein notwendiges Maß nicht überschreiten. Sofern es wirtschaftlich geboten ist, gehören durchaus präventive Maßnahmen zum Leistungskatalog der GKV, auch die Rehabilitation und die häusliche Krankenpflege.

Ein zweiter Grundpfeiler ist das Solidarprinzip. Anders als bei der privaten Krankenversicherung, die nach den Bedürfnissen des einzelnen Versicherten leistet und nach seinen Möglichkeiten, sich durch entsprechende Beiträge abzusichern, sind die Beiträge der Gesetzlichen Krankenversicherung durch feste Bestandteile seines Bruttoeinkommens geregelt.

Es gibt heute in Deutschland 148 Gesetzliche Krankenkassen, zwischen denen den Versicherten ein Kassenwahlrecht nach § 175 SGB V zusteht. Unterschieden werden sie nach Ortskrankenkassen (AOK), Betriebskrankenkassen (BKK), Innungskrankenkassen (IKK), der Knappschaft und den Ersatzkassen.

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